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105 Jahre Heimstätten Baugenossenschaft Fortschritt seit 1919

 

„Alle für einen, einer für alle“ – die Gründung (1919)

„Passende, preiswerte und gesunde Wohnstätten für minderbemittelte Bevölkerungskreise“ – so lautet das Ziel bei der Gründung der Baugenossenschaft Fortschritt im Juli 1919. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) ist die Not in Köln wie überall in Deutschland groß. Vor allem fehlen bezahlbare Wohnungen. Eine Gruppe von sozialdemokratisch gesinnten Arbeitern wird aktiv, gemeinsam sind sie stark. Unter dem Motto „Alle für einen, einer für alle“ gründen sie eine Genossenschaft, um Wohnungen für sich und ihre Familien zu schaffen.

 Ein historisches Schwarz-Weiß-Foto aus dem Jahr 1919, das eine Gruppe von Arbeitern in traditioneller Kleidung auf einer Baustelle zeigt. Die Männer tragen Schiebermützen und Arbeitskleidung, während einige auf Werkzeugen sitzen oder stehen. Eine handschriftliche Notiz am oberen Rand verweist auf den Krückelplatz als Ort des Geschehens.Ein historisches Foto, das an die Gründung der Baugenossenschaft Fortschritt im Jahr 1919 erinnert. Die Aufnahme zeigt eine Straße mit mehrstöckigen Wohnhäusern, die vermutlich zu den ersten genossenschaftlichen Bauten gehören. Links ist ein Pferdewagen zu sehen, während eine Person die Straße entlanggeht – ein Symbol für den damaligen Alltag in Köln, geprägt von Wohnungsnot und dem gemeinsamen Streben nach bezahlbarem Wohnraum. Rheinbacher Straße

 

 

 

 

 

 

Tatkräftig: die ersten Wohnungen (1920–1933)

Unmittelbar nach der Gründung beginnt die Fortschritt in Raderberg mit dem Bau von Häusern, die bereits Ende des Jahres 1920 bezogen werden. Die Genossenschaft richtet eine eigene Werkstatt ein, um die Wohnungen instand zu halten. Im rechtsrheinischen Poll entstehen Häuser mit kleinen Gartenflächen und Ställen für Kleinvieh. Bis Mitte der 1920er Jahre schafft die Fortschritt in Raderthal, Raderberg, Sülz und Poll rund 250 Wohnungen und hat 470 Mitglieder. Doch mit der Weltwirtschaftskrise 1929 und dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 endet die erste erfolgreiche Phase.

Ein historisches Foto eines Wohnhauses in der Brühler Straße aus den 1920er Jahren, das von der Baugenossenschaft Fortschritt in Raderberg errichtet wurde. In den Fenstern und vor dem Gebäude stehen Menschen – vermutlich Bewohner der ersten genossenschaftlichen Wohnungen. Die Häuser waren ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Wohnungsnot, oft mit kleinen Gärten oder Ställen für Kleinvieh. Dieses Bild dokumentiert eine Zeit des Aufbruchs, bevor die Weltwirtschaftskrise und politische Veränderungen die Entwicklung der Genossenschaft bremsten. Ein historisches Foto aus dem Jahr **1928**, das das Leben in den neu gebauten Genossenschaftswohnungen dokumentiert. Zwei Frauen und ein kleines Mädchen stehen in einem liebevoll gepflegten Garten vor einem Wohnhaus der **Baugenossenschaft Fortschritt**. Die Blumen und die zufriedenen Gesichter symbolisieren die Verbesserung der Lebensqualität durch die eigenen Gärten, die vielen Bewohnern damals ermöglichten, sich teilweise selbst zu versorgen. Dieses Bild vermittelt den Geist der Gemeinschaft und den Erfolg der ersten Bauprojekte.

 

 

 

 

 

Zwischen Gleichschaltung und Kriegszerstörung (1933–1945)

Genossenschaften als selbstverwaltete Unternehmungen und insbesondere sozialdemokratische Gründungen passen nicht in das nationalsozialistische Wirtschaftssystem. Die Fortschritt wird wie alle Genossenschaften „gleichgeschaltet“, in Vorstand und Aufsichtsrat sitzen Nationalsozialisten, politisch missliebige Mitglieder werden ausgeschlossen. Mitte der 1930er Jahre werden die letzten Wohnungen gebaut, 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg. Verheerende Luftangriffe richten ab 1940 große Schäden an – auch an den Häusern der Fortschritt. Von den insgesamt 124 Häusern mit 611 Wohnungen wird etwa die Hälfte zerstört oder stark beschädigt.
Ein erschütterndes historisches Foto aus dem Jahr 1943 vom Hof an der Mergelskaule, das die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs dokumentiert. Drei Frauen, darunter ein kleines Mädchen, stehen in den Trümmern eines zerbombten Hauses in Köln, das einst zur Baugenossenschaft Fortschritt gehörte. Die Ruinen und die gebrochenen Fenster zeigen das Ausmaß der verheerenden Luftangriffe, die ab 1940 viele Wohnungen zerstörten oder schwer beschädigten. Das Bild steht symbolisch für das Leid der Zivilbevölkerung und die Herausforderungen des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Ein historisches Foto aus dem Jahr 1939, das eine friedliche Szene vor dem Hintergrund einer zunehmend angespannten Zeit zeigt. Drei Männer sitzen entspannt in einem Garten an der Siegburger Straße, umgeben von blühenden Pflanzen und in Gesellschaft zweier großer Hunde. Das Bild vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft und Normalität, kurz bevor der Zweite Weltkrieg beginnt und das Leben vieler Menschen drastisch verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiederaufbau (1945–1955)

Die Genossen packen selbst an und nutzen alle Möglichkeiten, um zerstörte Häuser wieder bewohnbar zu machen. Anfangs fehlt vor allem Baumaterial, sodass viele Reparaturen nur notdürftig ausgeführt werden können. Es herrschen Mangel und Not, viele Genossen und ihre Familien freuen sich über Gartengrundstücke, auf denen sie eigenes Gemüse anbauen. Fleiß und Beharrlichkeit zahlen sich aus: 1955/56 verfügt die Fortschritt wieder über einen Wohnungsbestand wie in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Lebensverhältnisse bessern sich rasch, das Wirtschaftswunder beginnt.
Ein historisches Foto aus der Nachkriegszeit (1945–1955), das die schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs dokumentiert. Die stark beschädigten Häuser in der Straße An der Mergelskaule zeigen abgedeckte Dächer, zerstörte Fenster und teils eingestürzte Wände. Trotz großer Not und Materialmangel beginnt der Wiederaufbau, oft mit einfachen Mitteln und durch den Einsatz der Bewohner selbst. Durch harte Arbeit und Gemeinschaftssinn gelingt es der Baugenossenschaft Fortschritt, bis 1955/56 wieder einen stabilen Wohnungsbestand zu erreichen, womit sich die Lebensverhältnisse allmählich verbessern. Ein Foto aus dem Jahr 1959, das ein Wohngebäude in der Nauheimer Straße 14-16 zeigt. Die schlichte, funktionale Architektur spiegelt die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Das Haus weist noch sichtbare Spuren der vergangenen Kriegsjahre auf, doch es symbolisiert auch den Fortschritt und die Anstrengungen der Baugenossenschaft Fortschritt, wieder bezahlbaren Wohnraum für ihre Mitglieder zu schaffen. Die Straßenlaterne und die gepflasterte Straße unterstreichen das sich langsam stabilisierende Stadtbild der Nachkriegszeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Steigende Ansprüche und mehr Wohnqualität (1955–1969)

An Neubauten ist in den 1960er Jahren nicht zu denken, der Genossenschaft fehlen Grundstücke. Viele Mitglieder genießen jedoch die Sicherheit ihrer Wohnungen und empfinden die Atmosphäre in den Häusern der Fortschritt als angenehm – auch wenn die Wohnungen aus heutiger Sicht einfach ausgestattet sind. Allmählich wachsen die Ansprüche: Waschküchen mit Waschmaschinen und Antennen für Fernsehgeräte steigern die Lebensqualität. Einige Jahre später erhalten viele Wohnungen auch Bäder und Gasetagenheizungen. Ende der 1960er Jahre verfügt die Fortschritt über 760 Wohnungen und steht finanziell stabil da.
Ein Wohnhaus aus den 1950er- bis 1960er-Jahren, das den Wandel zu mehr Wohnqualität in dieser Zeit widerspiegelt. Die Architektur ist moderner und komfortabler als in den Nachkriegsjahren, mit größeren Fenstern und gepflegten Grünflächen rund um das Gebäude. Während der Wirtschaftswunderzeit stiegen die Ansprüche der Menschen an ihren Wohnraum, und die Baugenossenschaft Fortschritt passte sich an: Wohnungen wurden geräumiger, besser ausgestattet und boten eine höhere Lebensqualität.

 

Bewährtes Modell (1969–1992)

Die Baukosten steigen und Grundstücke sind in Köln weiter rar, sodass die Fortschritt in den 1970er- und 1980er Jahren vor allem einige An- und Ausbauten realisiert. Der Schwerpunkt liegt bei der Modernisierung und Sanierung des Wohnungsbestands. Insbesondere Häuser aus den 1920er Jahren werden an die Wünsche nach mehr Platz und größerem Komfort angepasst.

Die Arbeit erfährt Anerkennung: Politische Bewegungen der 1970er Jahre sehen das wohnungspolitische Potenzial der Genossenschaften, die städtische Bauaufsicht würdigt das Verdienst der Fortschritt um den Erhalt denkmalschutzwürdiger Gebäude und Fassaden.
Ende der 1980er Jahre nimmt die Fortschritt wieder einige Neubauprojekte in Angriff und plant eine neue Geschäftsstelle.
Ein Straßenbild aus den 1970er- bis 1980er-Jahren, das den Wandel der Wohngebiete der Baugenossenschaft Fortschritt zeigt. Gepflegte Gehwege, blühende Bäume und parkende Autos prägen das Bild eines gewachsenen und modernisierten Wohnviertels. In dieser Zeit standen Sanierung und Modernisierung im Fokus, insbesondere von Wohnhäusern aus den 1920er Jahren, um den gestiegenen Wohnansprüchen gerecht zu werden. Die Fortschritt wurde für ihren Einsatz im Denkmalschutz und ihre nachhaltige Baupolitik städtisch und politisch anerkannt.

 

Genossenschaft: Modern und mit guten Perspektiven (1992–heute)

Seit 1992 das moderne Verwaltungsgebäude an der Mansfelder Straße bezogen wurde, betreut die Fortschritt rund 1000 Mitglieder und etwa 780 Wohnungen, hinzu kommen Gewerberäume. Modernisierungen des Gebäudebestands stehen weiter im Vordergrund. Dazu gehören Umbauten zu Niedrigenergiehäusern, neue Heizungen und Balkone sowie eine seniorengerechte Gestaltung. In allen Quartieren strebt die Fortschritt Verbesserungen des Wohnumfelds an.

Wohnungsgenossenschaften wie die Fortschritt gelten heute – 100 Jahre nach der Gründung – mehr denn je als zukunftsträchtiges Modell. Sie sind einzig ihren Mitgliedern verpflichtet, Überschüsse fließen direkt in Erhaltung und Modernisierung des Bestands, Neubauten und Serviceleistungen. Das Grundbedürfnis der Menschen nach bezahlbaren, sicheren und komfortablen Wohnungen ist gleichgeblieben. Dieses Bedürfnis zu erfüllen ist Ziel der Fortschritt – damals wie heute.
Ein aktuelles Wohnquartier der Baugenossenschaft Fortschritt, das die Modernisierung und nachhaltige Stadtentwicklung widerspiegelt. Gepflegte Grünflächen, blühende Bäume und eine ruhige Wohnstraße mit parkenden Autos zeigen die hohe Lebensqualität der Genossenschaftswohnungen. Seit den 1990er Jahren stehen Modernisierungen, energieeffiziente Umbauten und seniorengerechte Anpassungen im Fokus. Die Fortschritt bleibt auch nach über 100 Jahren ein zukunftsfähiges Modell für bezahlbaren, sicheren und komfortablen Wohnraum Ein modernes Wohngebäude der Baugenossenschaft Fortschritt, umgeben von gepflegten Grünflächen und Bäumen. Die balkonreiche Fassade und die großzügigen Freiflächen zeigen die erfolgreiche Modernisierung und Wohnumfeldverbesserung der letzten Jahrzehnte. Das Gebäude steht exemplarisch für den Wandel zu energieeffizientem, komfortablem und zukunftsfähigem Wohnen, das den Mitgliedern der Genossenschaft langfristige Sicherheit und Lebensqualität bietet. Ein modernisiertes Wohngebäude in einer ruhigen Straße, das die zeitgemäße Sanierung und Instandhaltung durch die Baugenossenschaft Fortschritt zeigt. Die frisch renovierte Fassade und die gepflegte Umgebung spiegeln die kontinuierlichen Investitionen in Wohnqualität und Nachhaltigkeit wider. Parkende Autos entlang der Straße verdeutlichen die urbane Wohnlage, während die moderne Architektur den Wandel zu komfortablem, energieeffizientem und bezahlbarem Wohnraum unterstreicht.

 

Anschrift

Heimstätten-Baugenossenschaft Fortschritt eG

Mannsfelder Straße 57a
50968 Köln

Tel: 0221-93759-0
Fax: 0221-93759-10

Mail: info@fortschritt.koeln

Öffnungszeiten

Telefonisch sind wir zu folgenden Zeiten erreichbar:

Montag bis Donnerstag
08:00 - 12:00 Uhr und
13:00 - 15:30 Uhr

Freitag 
08:00 - 12:00 Uhr

Ein Werbeplakat der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland mit dem Slogan „WIR SIND DABEI“ in grüner und lila Schrift. Darunter befindet sich das Logo der Wohnungsbaugenossenschaften sowie die Website wohnungsbaugenossenschaften.de. Das Design betont Gemeinschaft und Engagement.

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